jürgen gössl, jahrgang 1963, war grafiker und art director,
bis er sich ganz
der freien malerei widmete.
seit 1997 ist er mitglied der rosenheimer künstlergruppe "gruppe4wasser".
seine arbeiten sind seit mehr als 12 jahren in regelmäßigen
einzel- und
gruppenausstellungen zu sehen.
" in meinen neuen
arbeiten beschäftige ich mich vorwiegend mit himmelsstrukturen,
wolken, wind und lichtstimmungen. dabei geht es mir nicht um die naturalistische
darstellung, nicht um den augenblick, den perfekten moment, sondern
um das
emotionale erfassen einer lichtstimmung, um bewegung und veränderung.
wolken sind wie organische
wesen, voller wasser, ständig in bewegung.
das licht bricht sich an und in ihnen und wind verändert ständig
ihre form.
wo häuser, bäume und vereinzelt auch personen in den bildern
auftauchen,
wird die größe und weite der natur deutlich und vermittelt
mein verständnis
von der bedeutung des menschens innerhalb der welt.
ihre gewichtung zur umgebung zeigt den "kleinen menschen",
ein thema,
das in den letzten jahren in meinen arbeiten an bedeutung gewonnen
hat.
sind bei diesen bildern
die wolken als teil einer landschaft noch klar als solche
zu erkennen, wirken sie bei anderen, schon durch den extremen bildausschnitt
und das fehlen von bezugspunkten, wie abstrahiert.
im gegensatz zu früheren
arbeiten, in denen es mir wichtig war, die innere ordnung
aller dingen darzustellen, indem ich sie in einem klar strukturierten
bildaufbau und geometrischen formen zum ausdruck brachte - also vom
innen ins außen holte -
lösen sich diese formen in den neueren arbeiten mehr und mehr
auf und machen
platz für eine weniger strenge, beweglichere und dadurch emotionalere
bildsprache,
in der nun freiere formen einer inneren ordnung zustreben - also von
außen nach innen.
eine bewusste überhöhung des dargestellten durch farbe,
form und dem verhältnis
zueinander unterstreicht die emotionale sprache meiner malerei.
eine sensibilisierung für
die schönheit, ist dabei durchaus ein antrieb für mich.
die meisten meiner motive stammen aus unserer gegend und zeugen von
einer
mir wichtigen verbundenheit und auseinandersetzung mit meiner direkten
umgebung."